Home / Etiketten > Thermodirekt

Etiketten > Thermodirekt

Von der Hardware ist das Thermo-Direkt Verfahren praktisch identisch mit dem Thermo-Transfer Verfahren. Es werden bei dieser Technik lediglich die Farbbänder weggelassen. Es reagiert also nicht das Farbband auf die Temperatur des Druckkopfes, sondern das Etikett selbst.
Die Meisten werden diese Technik noch von den Thermo-Fax Geräten her kennen. Wärend diese Technik bei Faxgeräten inzwischen seltener eingestzt wird, ist es bei der Produktkennzeichnung noch relativ häufig im Einsatz. Im Bereich der Versandetiketten ist dieses Verfahren sehr beliebt.

Wie bei allen Techniken hat auch diese Ihre Vor- bzw. Nachteile.

Der größte Vorteil ist wohl der Kostenfaktor. So spart man sich im vergleich zum Thermo-Transfer Druck die Farbbänder. Das ist wohl für die meisten Kunden das wichtigste Argument. Die Drucktechnik ist sehr oft identisch, da man die fast alle Thermo-Transfer Drucker auch im Thermo-Direkt Modus betreiben kann. Hierbei wird lediglich die Drucktemperatur etwas hochgesetzt und der Sensor für die Farbbanderkennung abgeschalten.

Hier liegt jedoch auch einer der größten Nachteile dieser Technik. Durch die erhöhte Heizleistung und durch das weglassen des Farbbandes (das Etikett kommt direkt mit dem Druckkopf in Kontakt), kann auch der Verschleiß des Druckkopfes sehr stark steigen.
Je nach Anwendung kann es vorkommen, das sich die Laufleistung des Druckkopfes um bis zu 40% verringert. Muß man seinen Druckkopf entsprechend öfter austauschen, entsteht ein Kostenfaktor der oftmals unterschätzt wird.

Zudem ist die Auswahl an Etikettenmaterialien, im Vergleich zu Thermo-Transfer Etiketten, sehr stark eingeschränkt.

Eins der beliebtesten Einstzgebiete ist wohl das Versandetikett, wie wir es z.B. von UPS und Amazon kennen. Diese Etiketten haben im allgemeinen eine sehr kurze Lebensdauer. So wird das Etikett beim Warenausgang gescannt, und dann nochmal bei der Auslieferung. Danach hat das Etikett seine Aufgabe erfüllt. Somit muß der Druck im Schnitt 2-3 Tage überleben. Auch ist der optische Eindruck bei diesen Etiketten (im Vergleich zum klassischen Produktetikett) irrelevant. Es interessiert vermutlich keinen, ob der Druck seiner Adresse schwarz glänzend oder eher matt ist.

Da die meisten großen Versender hier auf Thermo-Direkt setzen, muß der Kostenfaktor im Vergleich zum Thermo-Transfer wohl entsprechend günstiger sein.