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Thermotransfer

Die Anforderungen der Industrie an eine sehr hohe Auflösung des Druckbildes (besonders seit Einführung von Barcodes) führte zu einem verstärkten Einsatz von Thermotransfer-Drucksystemen. Beim Thermotransferdruck wird über dem zu bedruckenden Medium eine spezielle Folie (Thermotransfer-Folie) unter einem Thermodruckkopf hindurch geführt.

Die Anwendungsgebiete für den Thermotransfer Druck sind sehr groß. Sie reichen von der klassischen Produktkennzeichnung (z.B. mit Barcode, MHD) über Teilekennzeichnung zur Rückverfolgung (z.B. Seriennummern, ISEGA) bis hin zu Typenschildern (z.B. für CE Kennzeichen auf Elektrogeräten). Ein weiteres Plus ist die Flexibilität. Da der Drucker direkt über den PC angesteuert werden kann, können Layouts und Daten des Etikettes in kürzester Zeit gewechselt werden.

Mit fast keinem anderen Druckverfahren ist ein solch hochwertiges Druckergebnis in Bezug auf die Bandbreite der zu bedruckenden Materialien zu erreichen.

  • digitale Ansteuerung (keine Druckplatten oder Klischees)
  • hohe Druckauflösung (besonders wichtig bei Barcodes)
  • geringe Ausfallzeiten der Hardware durch wenige mechanische Teile
  • Farbdruck möglich (auch Mehrfarbdrucke)
  • Farbbänder für verschidenste Anwendungen verfügbar
  • UL / CSA / ISEGA gelistete Materialien
  • für Materialien ohne, mit ablösbarem sowie permanentem Kleber
  • Direktbedruckung von Verpackungen (Inline Druck)
  • Transferfolie nur einmal verwendbar
  • Sicherheitskritische Anwendungen – Druck bleibt auf der verbrauchten Folie lesbar
  • Barcode-, Typen- und Inventarschilder ( Innen- und Außeneinsatz)
  • Schilder für Produkte mit langer Haltbarkeit
  • Schilder für Materialfluss und Inhaltskennzeichnung
  • Fleischkennzeichnung ISEGA
  • Textiletiketten (Einnähetiketten)
  • Warnhinweise (Resistenz gegen verschiedenste Substanzen)

Durch das Aufheizen und Abkühlen der Heizelemente ist die Randschärfe in Druckrichtung deutlich reduziert. Insbesondere Barcodes sollten deshalb immer so angeordnet werden, dass die Balken längs zur Druckrichtung ausgegeben werden („Gartenzaun“). Druckt man den Barcode gegen die Laufrichtung („Leiter“), kann es zu einem sogenannten Ausfransen der Balken kommen. Thermotransferdrucker sind besonders für den Druck von Barcodes geeignet. Die meisten Modelle können über eine eigene Druckersprache angesprochen werden, deren Befehlssätze spezielle Kommandos zum Drucken von Barcodes enthalten.

Als Druckmedium eignen sich beim Thermotransferdruck unterschiedlichste Materialien. Durch die richtige Auswahl der Thermotransferfolie lassen sich neben Papieroberflächen z.B. auch Kunststoffe, Textilen, Typenschilder sowie Verpackungen (Direktdruck ohne Etikett) bedrucken.

Zur Übertragung des Druckbildes wird ein Heizelement angesteuert und dessen Kopf erhitzt. Hierbei schmilzt die auf die Thermotransferfolie aufgetragene Farbschicht und wird auf das Medium übertragen. Diese Art Druck ist meist durch einen sehr hohen Oberflächenglanz erkennbar. Im Gegensatz zu den meisten anderen Druckverfahren können beim Thermotransferdruck Halbtöne (z.B. Graustufen) nur gerastert auf das Medium übertragen werden, da sich die Farbe immer nur vollständig von der Folie lösen lässt.